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... Reisen mit dem Wohnwagen

2009 - Rundreise über Dänemark's Inselwelt

Tag 6

Ich hatte heute morgen das Gefühl, es war noch ein wenig kälter geworden. Das Thermometer zeigte eine Außentemperatur von unter 10°C an. Hatten wir schon Winter? Laut deutschem Wetterbericht sollte es erst am kommenden Wochenende wieder etwas wärmer werden.
Nach dem Frühstück fingen wir an unsere paar Sachen zusammen zu packen.

 

Wir hingen den Wohnwagen an und fuhren bis hinauf bis zur Anmeldung. Doch die Tür war verschlossen. Kein Mensch war zu sehen. An der Tür hing ein Schild, auf dem stand das ab 11:00 Uhr wieder geöffnet sein würde. Und als wir gerade schon umdrehen wollten, öffnete sich die Tür. “Kommt doch rein, ich bin doch da.” sagte die Chefin. Kaum waren wir eingetreten schloß sie hinter uns wieder die Tür. Denn offiziell war geschlossen.

 

 

 

Wir bezahlten schnell unseren Platz und unterhielten uns noch mit ein paar netten Worten. Per Handschlag versprachen wir wieder zu kommen, zu schön hat es uns hier gefallen. „Oh, das ist schön”, sagte sie. „Wann kommt ihr denn? Nächste Woche schon?”. Mit einem Schmunzeln begaben wir uns zum Auto. Und wieder einmal später als wir es uns vorgenommen hatten, verließen wir den Campingplatz.

Aber es war ja schließlich Urlaub,- und bis zum nächsten Platz waren es auch nur ca. 145 km. Gegen 13:00 Uhr, gerade noch vor der Mittagspause, erreichten wir unseren nächsten Platz den FDM Bjerge Strand Camping. Dieser Platz befindet sich bereits auf Seeland. Uns wurde ein freundlicher Empfang bereitet. Wir unterhielten uns in drei Sprachen,- Dänisch, Englisch und Deutsch. Man wies uns einen Platz weit hinten am Platzende zu. Zwischen Platzende und Meer liegt nur ein kurzer Dünengürtel. Nachdem wir den Wohnwagen hingestellt hatten, führte uns der erste Weg zum Wasser. Es war immer noch sehr kalt.
“Was fangen wir mit dem angebrochenem Tag an”, fragte Heidi und beschloss gleichzeitig,- “ Wir fahren nach Kalundborg. Das ist nicht weit und wir können ein wenig bummeln.” Also fuhren wir los. Doch außer einer Einkaufsstraße hatte die Stadt für uns nicht viel zu bieten.
Ein außergewöhnliches Bauwerk hat die Stadt aber dennoch zu bieten. Die fünftürmige Kirche. Besichtigt haben wir sie dennoch nicht.

Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück. Gegen späten Abend beruhigte sich der Wind,- und es kam sogar noch die Sonne zum Vorschein. Aber kalt war es immer noch.

Tag 7

Der FDM Bjerge Strand Camping war unsere Ausgangsstation um Seeland zu erkunden. Leichter Regen begrüßte uns heute morgen. Der Himmel versprach auch nichts besseres für den weiteren Tag. Um 8:30 Uhr hörten wir den Seewetterbericht, ausgestrahlt vom NDR, ab. Demnach sollte es heute gegen Mittag besser werden.

Roskilde, die frühere Hauptstadt, sollte heute unserer Ziel sein. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Als erste sahen wir uns das Wikingerschiffsmuseum an. Ein Muss! Hier sind nicht weniger als fünf echte Wikingerschiffe ausgestellt, die im Wasser des Fjordes unmittelbar vor dem Museum geborgen wurden. Ein spannender Film zeigt Ausgrabung und Bergung der Schiffe. Zudem stehen Nachbauten in Originalgröße vor dem Museum.

Anschließend besuchten wir den in unmittelbarer Nähe befindlichen Dom zu Roskilde. Eine seit dem frühen Mittelalter vornehmsten Kirchen. 1995 Wurde der Dom auf die Liste der UNESCO über die wertvollsten Monumente der Welt aufgenommen. Zu Recht. Von außen zwar groß und mächtig an zu schauen, von innen aber einfach nur überwältigend. Seit der Reformation sind sämtliche Könige,- und fast alle Königinnen hier bestattet worden. Wir hielten uns sehr lange im Dom auf. Es war einfach zu viel zu sehen.

Erst am späten Abend erreichten wir wieder unseren Wohnwagen. Inzwischen schien die Abendsonne von einem blauen Himmel. Wir genossen die warmem Strahlen und saßen noch lange draußen.

Tag 8

Als wir am frühen Morgen durch die geöffnete Dachlucke blinzelten, sahen wir nur einen blauen Himmel. Ein Blick durch das Fenster bestätigte den ersten Eindruck. “So kann es bleiben”, sagte ich.

Als heutiges Ziel hatten wir uns “Das Land der Legenden” in Lejre ausgesucht. Dort gab es Häuser, Hütten und Gärten aus der Steinzeit, Eisenzeit, Wikingerzeit, und dem 19. Jahrhundert sowie Schauwerkstätten und alte Haustierrassen – eingerahmt von einer schönen Natur mit Hügeln, Wäldern, kleinen Seen und Wiesen.

Doch vor der Weiterfahrt ging plötzlich unsere "Tussi" in den Streik. Eben noch an, in der nächsten Minute stumm und aus. Jegliche Streicheleinheiten wurden ignoriert. Also griffen wir wieder zurück zur guten alten Handnavigation. Kartenmaterial hatten wir genug dabei. Und so erreichten wir ein wenig verspätet das “Land der Legenden”. Dort verbrachten wir einen herrlichen Tag. Überall wurde uns entweder auf deutsch oder aber auf englisch alles, was wir wissen wollten, erklärt.

Auch heute kamen wir erst wieder am späten Abend zurück. Kurz vor der Ankunft musste es wohl kräftig geregnet haben bei uns auf dem Platz. Es war nämlich alles nass. Wir selbst haben an diesem Tag keinen Regen gesehen.

Tag 9

Sonntag bedeutet ausschlafen. Das bedeutet jetzt nicht, das wir sonst nicht ausgeschlafen hätten, nein, aber heute blieben wir noch ein wenig länger liegen.

Für den heutigen Tag hatten wir uns die Wikingerburg Trelleborg ausgesucht. Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg. Die Burg Trelleborg wurde am Ende der Wikingerzeit um 980/981 n. Chr. erbaut. Vermutet wird, dass König Harald Blauzahn sie als militärischen Stützpunkt errichtete. Es könnte aber auch sein das die Burg Handels,- und Verwaltungszentrum war. So genau weiß man das heute nicht mehr.
Die Burgreste wurden in den Jahren 1934-1942 vom Nationalmuseum untersucht und restauriert. Das Gelände ist recht weitläufig und so brauchten wir schon ein paar Stunden um alles zu sehen.

 

 

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Mühle von Skamstrup. Die Mühle war eigentlich verfallen, bevor sich 1992 eine Arbeitsgruppe der Reste annahmen. Und am 14. Juni 2003 war es dann soweit, die “neue” Mühle in Skamstrup wurde eingeweiht. Heute ist die Mühle jeweils Sonntags von 13:00 – 16:00 Uhr geöffnet.
Und wenn dann noch Wind weht, so wie an unserem Besuchstag, dreht sie sich und arbeitet ganz fleißig. Auf drei Etagen konnten wir uns alles ansehen.
Zum Schluss kauften wir noch 1,5 kg frisch gemahlenes Mehl. Ohne jeglichen Zusatz!

Als wir wieder am Wohnwagen angekommen waren, setzten wir uns noch ein wenig in die Abendsonne. Wieder ging ein schöner Tag zu Ende. Morgen geht die Reise weiter nach Kopenhagen.

Tag 10

Am nächsten Morgen waren unsere sieben Sachen schnell zusammengepackt. An der Rezeption rechneten wir noch schnell ab. Nach kurzer Zeit konnte die Reise beginnen. Ab diesem Zeitpunkt war wieder die gute alte Straßenkarte der ständige Begleiter bei den Autofahrten.

Und so erreichten wir den Campingplatz Absalon um ca. 12:30 Uhr. Mitten in der Mittagspause. Vor uns stand bereits ein Wohnmobil vor der Schranke. Wir drehten die Stützen herunter unten machten es uns im Wohnwagen erst einmal gemütlich. Draußen schien die Sonne und hinter uns füllte sich die “Ankommerspur” immer mehr. Entgegen dem Schild auf der Eingangstür wurde aber bereits um 13:30 Uhr wieder geöffnet. Die letzten werden die ersten sein,- frei nach diesem Motto stürmten einige der hinter uns stehenden die Rezeption. Sie schienen allesamt keinen Urlaub zu haben. Und offensichtlich war Kopenhagen auch nur noch heute vorhanden.

 

 

Wir ließen die eiligen vor und warteten geduldig. Als wir dran waren, teilte man uns einen Stellplatz zu. Und da wir schon viel negatives über den Campingplatz gelesen hatten, inspizierten wir als erste die Sanitäranlagen. Wir wurden angenehm überrascht. Alles war sehr sauber und großzügig angelegt.

Einzig die Stellplätze sind an manchen Stellen etwas schwierig zu erreichen. Zumindest mit großen Gespannen,- und wenn der Platz voll ist. Aber ansonsten gibt es nichts schlechtes zu berichten. An der Rezeption bekommt man Karten für die S-Bahn. In kurzer Entfernung vom Campingplatz befindet sich der S-Bahnhof. Und von dort ist man in weniger als 10 Min in der City. Das ist für einen Städtebesuch einfach perfekt.
Morgen wollten wir das alles ausprobieren. Aber für heute überkam uns eine heftige Müdigkeit. Und so kam es, das wir schon um 21:15 Uhr im Bett lagen und feste schliefen.


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Nimm dir Zeit zu lachen -
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(Irischer Segenswunsch)

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