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... Reisen mit dem Wohnwagen

Tag 12

Der Legende nach ist Öland aus einem riesigen Schmetterling entstanden. Dieser wollte damals von Schweden hinaus aufs Meer fliegen. Der rauhe Ostwind packte den Schmetterling aber,- und riss ihm die Flügel ab. Diese stürzten vor der Küste ins Meer und versteinerten im Laufe der Zeit. Öland war gebohren. Die Insel ist ca. 140km lang und an der breitesten Stelle ca. 16km breit. Wegen der Länge der Insel haben wir die Besichtigungstour in einen Südteil und einen Nordteil aufgeteilt.

 

 

Für heute haben wir uns den südlichen Teil vorgenommen. Als erste fuhren wir zum Långe Jan. So heißt der südlichste Leuchtturm von Öland. Er wurde 1785 in Dienst gestellt,- ist fast 42 Meter hoch,- und hat 197 Stufen die hinauf führen.

 

 

Von oben hat man einen grandiosen Rundumblick auf das einzigartige Naturreservat. Hier an der Südspitze treffen sich jedes Jahr hunderte Vogelkundler. Denn hier machen die Zugvögel Rast auf ihrer Wanderung in den Süden, bzw. wieder auf ihrem Weg zurück.

 

 

Auf dem Rückweg haben wir an ein paar dieser typischen Ölandmühlen angehalten. An einigen hängt ein kleiner Kasten, mit der Bitte um eine kleine Spende. Sie können dann frei besichtigt werden. Früher hatte jeder Bauer solch eine Mühle. Sie musste entsprechend der jeweiligen Windrichtung per Hand in den Wind gedreht werden.

 

Bei einem Besuch von dem südlichen Teil der Insel sollte die Burg Eketorp auf jeden Fall mit einbezogen werden. Die Geschichte der Burg beginnt im 4 Jh. n. Chr. und geht bis ins Jahr 1240 n. Chr. Von 1964 bis 1974 wurde die Burg vollständig ausgegraben.
Öland hat viele wunderbare Seiten. An vielen Punkten bleibt man einfach stehen und schaut in die Natur.

Für Morgen haben wir uns den nördlichen Teil vorgenommen. Dort gibt es noch mehr zu sehen. Die Sonne hat es heute sehr gut mit uns gemeint und schien den ganzen Tag von einem blauen Himmel.

Tag 13

Öland ist laut Statistik die schwedische Provinz mit den meisten Sonnentagen und dem geringsten Niederschlag. Nicht umsonst liegt hier die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie.
Doch Ausnahmen bestätigen die Regel.

In der Nacht hatte es angefangen zu regnen. Bei dem heutigen Blick aus dem Fenster begrüßte uns eher ein Novembertag als ein Sommertag im Juli. Es regnete ohne Unterlass. Wir beschlossen für heute uns nicht den geplanten Norden Ölands an zu sehen. Vielmehr fuhren wir nach Kalmar. Der heutige Tag wurde kurzum in einen Museumstag umfunktioniert.

Als erstes besuchten wir das Kalmar Slott (Slott = Schloß). Bereits 1180 wurde an der Stelle, wo heute das Schloss steht der erste Verteidigungsturm errichtet. Ende des 13. Jahrhunderts wurde eine Burganlage mit Ringmauern und Türmen rund um den alten Verteidigungsturm gebaut. Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloß unter den Wasakönigen. Im 16. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg in einen Renaissancepalast umgestaltet. In jedem Zimmer finden sich Erklärungen auch in deutsche Sprache.

Nicht weit vom Schloss befindet sich das Landesmuseum. Am Eingang wurden wir auf eine Warteliste gesetzt. Unglaublich aber wahr, das Museum war wegen dem schlechten Wetter überfüllt. Man wollte nicht, das es im Inneren zum Gedränge kam. Wir vertrieben uns die Wartezeit im Souveniershop. Aber bereits nach kurzer Zeit bekamen wir unsere Eintrittskarten.
Besonders die Ausstellung “Kronan – Das Unterwasser-Pompeje der Ostsee” hatte es uns angetan. 1676 sank das Flaggschiff “Kronan” auf der Flucht vor der holländischen Flotte. Eine starke Windböe erfasste das Schiff, wodurch das Schiff Schlagseite bekam und mit Mann und Maus in die Tiefe verschwand. 1980 fand man das Wrack. Und seitdem sind die Ausgrabungsarbeiten in vollem Gang. Jedes Jahr werden neue sensationelle Funde gemacht und wieder neu ausgestellt. Eine wirklich sehenswerte Ausstellung.

Erst am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Es regnete immer noch an diesem frühen "Novembertag" mitten im Juli 2011.


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