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... Reisen mit dem Wohnwagen

Tag 6

Heute morgen rief ständig das Kopfkissen:”So bleibt doch liegen und schlaft noch ein wenig”. Aber um 7:30 Uhr schwingten wir uns dann doch aus den Federn. Schließlich wollten wir noch etwas haben von dem Tag. Die Fahrt zum Lovsjöbadens Camping war nicht weit. Um 9:45 Uhr machten wir uns auf den Weg,- und bereits
um 10:30 Uhr erreichten wir unser Ziel. Auch dieser Platz liegt in der Nähe der Autobahn.
Diese war jedoch nicht zu hören.

 

Der Platz liegt wunderschön am Lovsjön-See. Die Stellplätze sind sehr groß und eben angeordnet. Wir ergatterten den letzten Platz direkt am Wasser. Schnell hatten wir "Isolde" auf ihren Platz abgestellt und versorgt.

Anschließend machten wir uns auf den Weg um zwei Museen zu besuchen. Als erstes besuchten wir das Industriemuseum in Norrahammar. Zum einen wird die Geschichte der Eisengewinnung in der Region erzählt,- und zum anderen wird alles gezeigt was jemals in der Fabrik hergestellt wurde. Im Anschluss fuhren wir weiter in das einzige Streichholzmuseum der Welt nach Jönköping. In der Originalfabrik von damals wird gezeigt, wie damals Streichhölzer hergestellt wurden. In den Anfängen reine Knochenarbeit, bis hin zum frühen Tod durch die Verwendung von Phosphor.

Zum Abschluss besuchten wir noch die kleine Strandpromenade in Jönköping. Zumindest war es auf der Stadtkarte als solche bezeichnet. Wer aber jetzt eine Promenade wie sie sich zum Beispiel an der Ostsee befinden erwartet, wird enttäuscht. Es ist lediglich ein kleiner Parkplatz an einer Tauchbasis und ein winziger Strand. Es mag sicherlich schönere Ecken geben am Vättern-See. Schließlich ist der See ca. 120km lang und bis zu 14km breit. Und wir haben nur diese eine Stelle gesehen. Wir werden ihn bestimmt wieder besuchen.

Tag 7

In der Nacht hatte es heftig geregnet. 24 Liter pro Quadratmeter, wie ich am Morgen beim Brötchen holen erfahren konnte. Der Himmel war immer noch sehr zugezogen, aber es regnete in der Zwischenzeit nicht mehr.
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Eksjö. Eksjö ist eine der besterhaltenen Holzstädte in Schweden.

 

 

Die Stadt konnte durch Einsicht und Vorbedacht der Abrisswelle entgehen, die nach dem zweiten Weltkrieg über Schweden hinweg rollte. 1977 erhielt die Altstadt das Europa Nostra Diplom für gute Gebäude und Kulturmilieupflege

 

Als wir durch die alten Gassen schlenderten, in denen übrigens Autoverkehr verboten ist, kam die Sonne zum Vorschein. In jedem Winkel gab es etwas anders zu entdecken, ein Hinterhof schöner als der andere. Eine wirklich sehenswerte Altstadt.

Nicht weit von Eksjö befindet sich Skurugata, eine von Trollen geschlagene Schlucht. Skurugata gilt als eines der merkwürdigsten Naturphänomene in Südschweden. Tatsächlich sind sich die Wissenschaftler bis heute nicht ganz einig, wie die Schlucht entstanden ist.
Skurugata ist eine 800 Meter lange,- und bis zu 24 Meter breite Bergspalte. Die engste Stelle ist gerade mal 7 Meter breit. Möchte man von oben nach unten laufen, geht es 35 Meter in die Tiefe. Spalten dieser Art gibt es einige im südlichen Småland, doch Skurugata ist die größte.

 

Der Aussichtspunkt Skuruhatt ist mit 337 Meter ü.M. einer der höchsten Punkte in Småland. Vom Gipfel aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die Landschaft und den Ort Eksjö. Vom Parkplatz aus erreicht man den Gipfel auf einem sehr breiten angelegten Weg.

 

 

Das Eingangsschild zur Schlucht.
Urig wie alles hier.

 

 

Gutes Schuhwerk vorausgesetzt, macht es richtig Spaß diese Schlucht zu entdecken. Unbedingt ist auch an robuste und warme Kleidung zu denken. Denn auch im Sommer kann zwischen Skurugata und Skuruhatt ein Temperaturunterschied
von bis zu 20° C herrschen!

Der Himmel war in der Zwischenzeit wieder vollständig aufgerissen,- und die Sonne hatte längst wieder Oberhand. Noch lange saßen wir an diesem Abend draußen an “unserem” See. Ein letztes Mal für diesen Urlaub, denn Morgen wollten wir weiter in Richtung Vimmerby fahren.
Auch diesen Platz fanden wir sehr schön. Er ist für einen kurzen,- wie für einen längeren Aufenthalt gut geeignet.


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