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... Reisen mit dem Wohnwagen

2012 - Rund um den See Vättern

Tag 6

Die Sonne blinzelte heute Morgen durch die Dachlucke. Es war bereits um 9:00 Uhr schön warm draußen.
Als Ausflugsziel hatten wir uns heute die Stadt hinter den Wällen,- die Festung von Karlsborg ausgesucht. Dieser imposante Festungsbau nimmt die gesamte Halbinsel Vanäs am Vätternsee ein.

 

Die Festung Karlsborg gehört zu den größten in Europa. Der Bau begann 1819. Die Planung sah eine Bauzeit von 10 Jahren vor. Die tatsächliche Bauzeit betrug allerdings 90 Jahre. Die ersten Pläne legten fest, dass die Festung Platz für bis zu 8000 Mann bieten sollte.

Die Festung hat imposante 3 Meter dicke Mauern. In ihr befindet sich eine richtige kleine Stadt mit allen Einrichtungen,- inkl. Kirchen. Auch heute wird die Anlage für die Soldatenausbildung genutzt. Weite Teile der Anlage sind auch heute noch Militärisches Sperrgebiet. Im Inneren kann man sich allerdings frei bewegen. Es werden so genannte Abenteuerführungen mit Spezialeffekten angeboten. Bei solchen Führungen gelangt man an Orte die normalerweise nicht frei zugänglich sind. Wir nahmen uns solch eine Führung für später vor.

Tag 7

Heute blinzelte keine Sonne morgens durch die offene Dachlucke. Der Himmel war trüb. Es sah aus, als wenn es jeden Augenblick anfangen wollte zu regnen. Das tat es dann auch wenig später. Allerdings nicht viel. Die Luft war wieder sehr warm an diesem Morgen.
Wir wollten heute nach Forsviks fahren. Forsviks hat eine der interessantesten historischen Industrieanlagen in Schweden zu bieten.

 

 

Unmittelbar vor dem Industriemuseum überquert man den Göta-Kanal. Hier haben wir kurz angehalten. Direkt an der Schleuse befindet sich der kleine Laden "Kanalbutiken 5 Knop" (Shop-Kanal 5 Knoten). Ein kleiner schöner Laden in dem kleine Accessoires gekauft werden können.

Webseite des Shops

 

 

 

 

Der "Kanalbutiken 5 Knop" befindet sich direkt an der ältesten Schleuse des Göta-Kanals.

 

 

Für Camper auch nicht ganz uninteressant,- direkt an der Schleuse können sowohl Wohnmobile als auch Wohnwagen für die eine oder andere Nacht stehen. Der Preis liegt bei 150 SEK/Nacht,- und ist im Shop zu bezahlen. (Stand: Aug. 2012)

 

 

Nach dem wir eine Schleusung beobachten konnten, fuhren wir die paar Meter weiter zum Industriemuseum. Hier schlenderten wir ein paar Stunden durch große und kleine Hallen.

 

Auf dem Gelände des Museums befindet sich auch eine kleine Werft. Hier ist der Verein Forsviks Werft ansässig. Der Verein wurde im Jahr 1995 gegründet. Ziel war es den Raddampfer "Eric Nordevall II" zu bauen. Die original "Eric Nordevall" wurde 1836 gebaut, versank aber zwanzig Jahr später im Vättern See. Dort liegt sie noch heute in 45 Meter Tiefe. Den Nachbau konnten wir besichtigen. Ab und an finden auch Fahrten statt. Als wir da waren aber leider nicht.

Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein leckeres Stück Kuchen,- inkl. Kaffee im "Kafè Ada". Es befindet sich direkt am Museum.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch einmal zur Festung

nach Karlsborg. Wir wollten unbedingt noch an einer Festungsführung teilnehmen. Nach Aussage des netten Herrn vom Vorverkauf sollte diese morgen früh um 10:15 Uhr stattfinden.
An dieser wollten wir teilnehmen.

Die Regenschauern hielten nicht lange vor an diesem Tag. Die Sonne gewann nach und nach Oberhand. Bis spät am Abend saßen wir unter strahlend blauem Himmel draußen und genossen die Welt.

Tag 8

Heute Morgen musste uns der Wecker helfen wach zu werden. Wir hatten ihn sicherheitshalber am Vorabend noch gestellt. Unsere geführte Tour durch die Festung von Karlsborg begann bereits um 10:15 Uhr. Nach dem Frühstück fuhren wir los,- und waren mehr als pünktlich vor Ort.

So früh am Morgen waren es nur vier Personen. Wir bekamen einen deutschen elektronischen Guide. An jedem interessanten Punkt war eine Nummer angeschlagen. Der elektronische Führer übersetzte uns das was der schwedische echte Guide erzählte, ins deutsche. Leider durften in den meisten Bereichen keine Fotos erstellt werden. Denn die Festung ist heute immer noch eine Militär Ausbildungsstätte für fast alle Bereiche. Wir bekamen einen Film zu sehen,(deutscher Untertitel) wir wurden durch unterirdische Gänge geführt, uns wurden die früheren Wohnverhältnisse gezeigt,- und uns wurde im Außenbereich die gigantische Anlage mit ihren drei Wällen gezeigt.

Alles wurde sehr anschaulich, mit mancherlei Spektakel gezeigt. So verbrachten wir fast zwei Stunden innerhalb der Festung,- und waren am Ende sehr begeistert. Ohne eine Führung bleibt alles, von uns gesehene, verborgen. Alleine ist es nicht gestattet auf Erkundungstour zu gehen. Es ist halt Militärgebiet.

 

Anschließend wollten wir noch ein wenig übers Land fahren. Und ehe wir uns versahen, waren wir am Vänern in Mariestad gelandet. Wir sahen uns ein wenig im Hafen um.

 

 

Abseits der großen Hauptstraßen fuhren wir durch scheinbar unberührte Wälder wieder in Richtung Campingplatz. Diese Nebenstraßen sind in Schweden ganz normal. An vielen Stellen befinden sich kleine Einbuchtungen. An diesen Stellen kann man entgegenkommenden Verkehr problemlos passieren lassen. Ansonsten geht es halt ein wenig langsamer.

 

Erst am späten Nachmittag waren wir wieder am Wohnwagen und genossen den Rest des Abends erneut bei einer warmen Augustsonne,- die ungestört vom fast wolkenlosen Himmel schien.
Es war unser letzter Abend auf dem Breviks Camping.
Morgen wollten wir weiter in Richtung Tiveden-Nationalpark.

Tag 9

Heute wollten wir weiterfahren. Nach dem Frühstück wurde alles an seinen Platz verstaut. An der Rezeption bezahlten wir unsere Rechnung,- und plauderten noch ein wenig mit der netten Dame. Der Platz stand zum Verkauf. Nach herzlicher Verabschiedung bekamen wir für die Weiterreise erneut zwei kleine Kuchen geschenkt.

 

Wir wollten weiter nach Askersund, dem nördlichsten Punkt auf unserer Reiseroute. Der Husabergsudde Camping war unser Ziel. Ca. auf halben Weg legten wir an einem schönen Parkplatz eine kleine Pause ein.
Es gab Kaffee,- und den geschenkten Kuchen.

 

 

Um 13:30 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Wir suchten uns einen schönen Platz, mit Blick auf den See, aus.

 

Nachdem "Isolde" versorgt war, fuhren wir in das nahe Askersund. Wir schlenderten ein wenig im Hafen von einer Boutique in die andere, bevor wir am frühen Nachmittag wieder zum Wohnwagen zurück fuhren.

 

 

Erneut genossen wir die warme Abendsonne an diesem Tag.

Tag 10

Dicker Nebel lag heute Morgen über dem Campingplatz und dem See. Erst nach dem Frühstück lichtete sich der Nebel.
Der Tiveden-Nationalpark sollte heute unser Ziel sein. Der Nationalpark gehört zu den schönsten in Schweden. Der Name Tiveden geht vermutlich auf die altnordische Gottheit Tiu zurück und ist gleichbedeutend mit Wald.
Vor 900-1400 Mill. Jahren, als die Erdkruste aufriss und die Vätternsenke entstand, zerbrach auch das Granitgestein Tivedens. Das vor ca. 11000 Jahren abschmelzende Inlandeis wirkte ebenfalls landschaftsprägend.
Das ist natürlich so nicht ganz richtig.
In Wirklichkeit ist das Waldreich Tiveden ein Ort voller Geschichten, Mythen,- und Legenden,- und gehört den Elfen, Trollen,- und Kobolden.
Ein stark hügeliges, von riesigen Felsbrocken übersätes Gebiet mit Urwaldfeeling.

 

 

Wir fuhren zum Besucherzentrum des Nationalparks. Von hier aus starten viele Wanderwege. Wir beschlossen die "Trollkyrkorunde" zu laufen. Ein ca. 6km langer Wanderweg, für den ca. 3 Stunden geplant werden sollten. Das Wetter meinte es gut mit uns. Ab und zu schaute die Sonne durch einen ansonsten wolkenverhangenen Himmel.
Bereits der Aufstieg war recht steil. Immer wieder mussten dicke Wurzeln oder Felsen überwunden werden.

 

Die Wege sind gekennzeichnet. Verlaufen kann man sich eigentlich nicht. Und die Trolle passen zusätzlich auf, dass diese nicht verlassen werden. Heidi hat sich an einer Stelle, wegen einem Foto, zwei,- drei Meter vom Weg entfernt. Es dauerte nicht lange und die Fichte neben ihr fing an sich leicht zu bewegen und zu ächzten. Auch wenn man sie nicht sieht, sie passen auf.

In der Nähe vom Trollkirchensee befindet sich die große Trollkirche. In Tiveden ist das Wort "Troll" in vielen Namen enthalten. Aber nur einer von diesen Namen hat eine lange Tradition,- und wird bereits in Büchern aus dem 17. Jhr. erwähnt,- "Trollkyrka" die Trollkirche. Alle Vorstellungen die wir von einer Kirche haben, haben an diesem Ort keine Bedeutung.
Es handelt sich bei der Kirche um einen großen, leicht abgeschrägten Felsen. Auf diesem haben sich früher die Menschen versammelt. In früheren Zeiten war das sogar illegal.

 

Manchmal meinte man es ging nicht weiter, doch hinter dem nächsten Felsen sah man den nächsten Hinweis. Es ging tief hinunter, steil wieder bergauf. Man lief über endlose Wurzelgebilde,- und über Felsen. Kaum eine Menschenseele ist uns begegnet.

Kurz vor dem Ziel fing es leicht an zu regnen. Und dann,- nach 3,5 Stunden hatten wir es geschafft. Wir waren wieder am Startpunkt angekommen.
Auf dem Nachhauseweg wurde der Regen stärker. Es hörte auch für heute nicht mehr auf.


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Nimm dir Zeit zu träumen -
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Nimm dir Zeit, dich umzusehen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zu lachen -
das ist die Musik der Seele.

(Irischer Segenswunsch)

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