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... Reisen mit dem Wohnwagen

Tag 13

Die Sonne blinzelte uns heute Morgen wieder durch die geöffnete Dachlucke an.
Es versprach ein schöner Tag zu werden.

 

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Motala, um uns dort die Schleusen von Borenshult an zu sehen. Sie bilden die zweitgrößte Schleusentreppe des Göta-Kanals. In fünf Schleusenkammern überwinden die Boote eine Höhe von 15 Metern. Das Wetter war herrlich,- und so legten wir einen längeren Stopp ein. Am unteren Ende der Schleusentreppe lag die berühmte "JUNO". Ein Kreuzfahrtschiff, mit dem man den gesamten Kanal entlang fahren kann.

 

 

Es wurden eine Menge an Sportbooten geschleust. Es ist schon beeindruckend, wie schnell eine Schleusenkammer geleert werden kann.

Wir machten uns weiter auf den Weg nach Motala. Dort wollten wir noch unbedingt die beiden Pavillons besuchen, in denen die Geschichte über den Kanalbau und deren damalige Technik gezeigt werden. Sie befinden sich gegenüber dem Industriemuseum.

 

 

Der Eintritt musste in dem nahen Café bezahlt werden. Wir bekamen eine Chipkarte und konnten die Pavillons betreten. Neben allerlei kleineren Ausstellungsecken, in denen die verschiedensten Sachen, rund um den Kanalbau gezeigt werden,- ist auch der Privilegienbrief zu sehen, der den Beginn des Kanals einleitete.

Anschließend fuhren wir weiter nach Motala hinein, hinunter an den Hafen. Es herrschte buntes Treiben. Hier befindet sich auch das Motormuseum,- und das Radiomuseum. Beide besuchten wir aber nicht.

Unserer Reise führte uns weiter nach Vadstena. Hier fuhren wir direkt zum Vadstena-Schloss. Für eine Besichtigung war es allerdings schon zu spät. Das wollten wir morgen nachholen.

 

Wir schlenderten noch durch die Straßen und kamen so zum Kloster. Das Klostermusem Sancta Birgitta hatte noch geöffnet. Birgitta,- Mutter, Ehefrau, Prophetin,- und Heilige. 1303 wurde sie in Finsta geboren, gestorben ist sie 1373 in Rom. Der Papst erklärt Birgitta im Jahr 1999 zur Schutzheiligen Europas. Das eigentliche Kloster, in dem heute noch Nonnen leben, bleibt für Besucher geschlossen. Das Museum ist in dem alten Königspalast und späteren Nonnenkloster untergebracht.

Erst am späten Abend fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen,- und genossen noch die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages.

Tag 14

Zuerst war an diesem Morgen der Himmel noch etwas bedeckt. Doch die Sonne gewann schnell die Oberhand. Wie gestern schon beschlossen fuhren wir nach dem Frühstück als erstes nach Vadstena um das Vadstena-Schloss zu besuchen.

 

1545 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Man errichtete 4,5 Meter dicke Mauern aus Felsgestein mit Wachturm und 4 Rundtürmen. 1555 änderte man die Pläne. Die Burg sollte nun ein Schloss werden.

 

Seit der Fertigstellung im 17. Jahrhundert ist es gelungen, das Schloss von Vadstena sehr gut zu bewahren. Seit 1716 diente das Schloss aber nicht mehr als Wohnsitz der königlichen Familie.
Der Verfall begann.
Heute kann man nur noch im ersten, im zweiten,- und im dritten Stockwerk einzelnen Räume und die Schlosskirche besichtigen.

Nach der Besichtigung fuhren wir erneut nach Motala. Dort buchten wir für den nächsten Tag eine Schiffstour. Wir werden mit der "MS Kung Sverker" eine fünfstündige Fahrt über den Göta-Kanal unternehmen. Inklusive mehrerer Schleusenfahrten.

 

 

Nicht allzu weit von Motala befindet sich der kleine Ort Rök. Und hier gibt es etwas ganz besonderes zu besichtigen,- den Runenstein von Rök,- den "Rökstenen". Anfang des 9. Jahrhundert ließ der mächtige Wikinger-Häuptling Varin die Runen des Rök-Steins zu Erinnerung an seinen toten Sohn Vämod ritzen.

 

 

Der Stein ist ca. 2,5 Meter hoch und ist von 700 Runen übersät. Jahrhundertelang hat er die Forscher fasziniert,- und viele haben versucht das Rätsel des Runen-Steins zu lösen.
Die Inschrift ist auch in übersetzter Form schwer verständlich.

 

 

 

Wir fuhren weiter nach Linköping. Dort wollten wir "Gamla-Linköping" besuchen. Eine schwedische Kleinstadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Alle Häuser sind original, standen aber ursprünglich woanders.

 

 

 

Die gesamte Stadt ist künstlich aufgebaut worden. Jedes Haus wurde an seinem Originalstandort abgebaut,- und hier wieder aufgebaut. Alle Häuser sind geöffnet für die Besucher.

Erst Abends waren wir wieder zurück am Wohnwagen.


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