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... Reisen mit dem Wohnwagen

2014 - Bis nach Mittelschweden

Tag 6

 

Wir vermuten stark, dass das Wetter keinen TV geschaut hatte. Es regnete ohne Unterlass an diesem Morgen. Unsere geplante Wanderung durch die Moore fiel buchstäblich ins Wasser. Wir setzten uns in das Auto und fuhren, bewaffnet mit ein paar Touristeninformationen, durch das Land. Ein richtiges Ziel hatten wir nicht. Nach einiger Zeit befanden wir uns in Örebro. Dort wollten wir uns das Schloss ansehen.

Es liegt auf einer kleinen Insel, mitten in der Stadt. Hinter den meterdicken Wänden wurden viele Kapitel der schwedischen Geschichte geschrieben. Unter anderem wurde hier Schwedens erste Reichstagsordnung angenommen. Die ältesten Teile des Schlosses wurden im 14. Jahrhundert errichtet,- und gegen Ende des 16. Jahrhundert baute Herzog Karl, der spätere Karl IX, die damals heruntergekommene Mittelalterburg in ein prachtvolles Renaissanceschloss um.

Doch leider blieb uns ein Eintritt in das Schloss verwehrt. So oft wir auch nach Parkplätzen Ausschau hielten es war keiner in Nähe des Schlosses zu bekommen. Selbst weiter entfernte hatten sehr hohe Preise. Umgerechnet 5 €uro für 20 Minuten waren schon heftig,- fanden wir. Regen vermieste uns zusätzlich noch der Innenstadt einen Besuch ab zu statten. Wir beschlossen weiter zu fahren,- und zwar nach Karlskoga. Dort wollten wir uns das Museum von Alfred Nobel ansehen. Doch hatten wir auch dort wieder Pech. Die letzte englische Führung hatte um 13:00 Uhr stattgefunden.

Ohne Führung durfte das Museum nicht betreten werden. In den umliegenden Scheunen war ein kleines Industriemuseum untergebracht. Dieses sahen wir uns an. Langsam hörte es auf zu regnen. Zumindest zeitweise. Es war nicht unser Tag. Eigentlich sind wir für unsere Verhältnisse viel zu viele Kilometer in der Umgebung herum gefahren, ohne wirklich etwas davon zu haben. Wir fuhren zurück zum Stellplatz. Unterwegs, kurz vor dem Campingplatz, besorgten wir uns noch Gebäck. So gab es wenigsten noch ein paar leckere Kuchenstücke. Wir nannten es Frustessen….

Tag 7

Am Morgen beschlossen wir,- die Moorwanderung werden wir nachholen. Wir werden ganz bestimmt diesen Campingplatz wieder besuchen. Zu gut hat es uns hier gefallen. Aber heute soll die Reise weitergehen. Die Sonne schien von einem fast wolkenlosen Himmel. Wir wollen zur nördlichen Spitze vom Vänern,- nach  Karlstad, Värmlands Hauptstadt. Der Bomstadbaden Camping ist unser Ziel. „Kraja“ hängt um 10:35 Uhr am Haken. Es kann losgehen. Um 12:30 Uhr erreichen wir den Campingplatz.

 

 

Der Platz liegt eingebettet in einem Fichtenwald, mit einigen größeren Lichtungen,- und hat einen großen Sandstrand. An warmen Sommertagen, ein solcher war ja heute, hat der Platz etwas Mediterranes.

 

 

Wir stellten „Kraja“ auf ihren Platz und fuhren nach Karlstad. Dort besuchten wir das Värmland Museum. Es wird die Geschichte des Värmlandes erzählt. Alles sehr ansprechend dargestellt. Wir gönnten uns noch ein Eis,- und setzten uns auf die Eingangsempore. Einfach nur die Seele baumeln lassen,- herrlich.

Anschließend besuchten wir Gamla stenbron (alte Steinbrücke).

Hierbei handelt es sich um die mit 168 Meter längste Steinbogenbrücke in Schweden. Sie hat 12 Bögen aus Granit,- und wurde zwischen 1761 und 1811 gebaut.

 

 

Nachdem wir wieder am Platz waren, wurde der Grill aufgebaut. Denn heute war es ohne Probleme möglich. Die Sonne schien weiterhin von einem blauen Himmel.

Tag 8

Heute Morgen hatten wir bereits 16° C. Die Sonne strahlte durch die Kiefern. Zwar waren ein paar Wolken dabei, aber das störte uns nicht. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder noch Karlstad. Wir wollten uns das Almenviertel, an der Älvgatan ansehen. Karlstad wurde von mehreren Bränden heimgesucht. 1865 wurde die Stadt fast vollständig zerstört, nur sieben von 241 Höfen blieben verschont. In der Älvgatan vermitteln alte Bürgerhäuser, wie Karlstad vor dem großen Brand ausgesehen hat.

Anschließend fuhren wir noch in den Stadtpark Mariebergsskogen. Freier Parkplatz, Eintritt, Spielgarten, Tierpark, Freilichtmuseum,- und eine Eisbahn im Winter. Bei unserem Besuch fand ein großes Fest statt. Für das Abendliche Spektakel wurde auf einer großen Bühne alles vorbereitet. Überall gab es etwas zu essen und zu trinken. Diverse Marktstände waren aufgebaut,- und eine Menge Menschen tummelten sich. Wir spazierten eine Runde durch den Park,- und fuhren wieder zurück zum Stellplatz.

Bei schönen Wetter genossen wir noch den restlichen Abend draußen. Morgen wollten wir weiter fahren,- weiter nach Norwegen.

Am Abend machten wir noch einen Spaziergang. Plötzlich hörte ich einen hellen Schrei hinter mir. Und so wie ich den Schrei hörte, war es auch schon passiert. Ein junges Mädchen fuhr mir mit ihrem Fahrrad von hinten in die Beine. Sie hatte sich ablenken lassen,- und mich zu spät bemerkt. Zum Glück ist uns beiden nichts passiert.

Bomstadbaden Camping ist schön, aber es ist kein Platz wie wir ihn mögen. Vielleicht zu einer anderen Jahreszeit, wenn es etwas leerer ist.

Tag 9

Bereits um 9:50 Uhr hing „Kraja“ an ihrem Haken. Bei strahlendem Sonnenschein begann die Weiterfahrt. Um 11:40 Uhr passierten wir die Norwegische Grenze. Direkt hinter der Grenze machten wir eine kleine Pause. Unter den Dächern, der nicht mehr benutzen Zollgebäude, war ein Mini-Flohmarkt aufgebaut. Allerlei Trödel war aufgebaut. Sogar echte Felle wurden zum Kauf angeboten. Nach ca. 20 Minuten setzten wir die Reise fort.

Das letzte Stück der Straße, ca. 6 km, forderte meine ganze Konzentration. Plötzlich hörte die Asphaltdecke auf. Die weitere Straßenführung bestand aus Schotter. Ich bekam das Gespann noch so eben abgebremst. Mehr als 40 km/h waren für die restliche Strecke nicht mehr möglich. Zumindest nicht für mich. Um 13:15 Uhr erreicht wir den Platz,- dachten wir. Das Navi leitete uns auf einen großen Bauernhof. Die Hausherrin kannte das Problem offensichtlich schon. Kaum hatte sie uns entdeckt, kam sie aus dem Haus, um uns den richtigen Weg zu zeigen. Die nächste Abbiegung wäre die richtige, erzählte sie uns.

Kurzerhand wurde das Gespann auf dem großen Hof gedreht. Wir verließen den Hof, fuhren ca. 500 Meter weiter,- und benutzen die nächste Einfahrt. Hier waren wir richtig. Wir hatten Stora Lee Camping erreicht, der direkt an dem gleichnamigen See liegt. Eine freundliche junge Frau begrüßte uns,- und teilte uns mit das wir uns einen Platz aussuchen konnten. Unten am See befand sich noch ein freier Platz. Den nahmen wir. Ein sehr steiler Weg führte hinunter an den See Stora Le. Als wir unten waren, stellten wir „Kraja“ auf ihren Platz.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einem Besuch in Strømsfoss. Ein kleines Dorf am Haldenkanal. Der Haldenkanal ist das älteste der beiden Kanalsysteme in Norwegen. Der Kanal wurde zwischen 1852–1860 gebaut. Wir schauten uns die alte Schleuse in Strømsfoss an. Direkt nebenan befand sich das Møllerens Hus. Ein Haus, wie ein eigener kleiner Trödelmarkt. Vollgestopft von oben bis unten mit allem was man braucht,- oder auch nicht. inkl. Weihnachtsartikeln. Ein kleines Café gehört auch dazu.

 

Die Sonne hatte uns in der Zwischenzeit verlassen. Für weiter Ausflüge hatten wir heute keine Lust mehr,- und so fuhren wir wieder zurück zum Stellplatz. An diesem Abend saßen wir noch sehr lange vor dem Wohnwagen,- direkt am Wasser. Es gab so viel zu sehen. Morgen wollten wir nach Halden fahren und dort die große Festung besuchen.

Tag 10


Strahlender Sonnenschein begrüßte uns an diesem Morgen. Wir frühstückten draußen. So schmeckte der Kaffee noch mal so gut. Bereits um 10:00 Uhr hatten wir eine Außentemperatur von 25° C. Nach dem Frühstück versorgte ich „Kraja“. (Abwassertank leeren, Frischwassertank füllen)

 

Anschließend starteten wir das Auto und machten uns auf den Weg nach Halden. Leider war die pure Sonne an diesem Tag nur morgens zu sehen. Zunehmend zog sich der Himmel zu. In direktem Weg fuhren wir zur Festung Fredriksten. Ein mächtiges Bauwerk. Fredriksten ist die größte, wichtigste,- und ruhmreichste Grenzfestung Norwegens.

Der Baubeginn war 1661. Drei aufeinander folgende Angriffe der Schweden auf Halden im Zeitraum 1658 bis 1660 überzeugten den König Frederik III von der Notwendigkeit einer modernen und starken Grenzfestung. 60.000 qm Fläche,- 20.000 qm Festungsmauern,- 40 Gebäude und Gewölbe,- 3 Außenforts,- sprechen für sich. Wir hielten uns fast den ganzen Tag in der Anlage auf. Leider begleiteten uns immer wieder Regenschauern.

Direkt an der Burganlage befindet sich auch ein Campingplatz. Wer nur Halden und die Burg besuchen möchte, sicherlich eine gute Wahl. (Wir haben ihn nicht näher angesehen)

Am Nachmittag fuhren wir noch in den nahen Gasthafen hinunter in die Stadt. Wir setzten uns in ein Restaurant und aßen Fish and Chips. Erst gegen Abend kehrten wir zurück zum Wohnwagen. Leider hörten die Regenschauer nicht auf.

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Über mich

 

Nimm dir Zeit zu träumen -
sie bewegt dein Gefährt zu einem Stern.

Nimm dir Zeit, dich umzusehen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zu lachen -
das ist die Musik der Seele.

(Irischer Segenswunsch)

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