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... Reisen mit dem Wohnwagen

Tag 9

Bereits um 9:50 Uhr hing „Kraja“ an ihrem Haken. Bei strahlendem Sonnenschein begann die Weiterfahrt. Um 11:40 Uhr passierten wir die Norwegische Grenze. Direkt hinter der Grenze machten wir eine kleine Pause. Unter den Dächern, der nicht mehr benutzen Zollgebäude, war ein Mini-Flohmarkt aufgebaut. Allerlei Trödel war aufgebaut. Sogar echte Felle wurden zum Kauf angeboten. Nach ca. 20 Minuten setzten wir die Reise fort.

Das letzte Stück der Straße, ca. 6 km, forderte meine ganze Konzentration. Plötzlich hörte die Asphaltdecke auf. Die weitere Straßenführung bestand aus Schotter. Ich bekam das Gespann noch so eben abgebremst. Mehr als 40 km/h waren für die restliche Strecke nicht mehr möglich. Zumindest nicht für mich. Um 13:15 Uhr erreicht wir den Platz,- dachten wir. Das Navi leitete uns auf einen großen Bauernhof. Die Hausherrin kannte das Problem offensichtlich schon. Kaum hatte sie uns entdeckt, kam sie aus dem Haus, um uns den richtigen Weg zu zeigen. Die nächste Abbiegung wäre die richtige, erzählte sie uns.

Kurzerhand wurde das Gespann auf dem großen Hof gedreht. Wir verließen den Hof, fuhren ca. 500 Meter weiter,- und benutzen die nächste Einfahrt. Hier waren wir richtig. Wir hatten Stora Lee Camping erreicht, der direkt an dem gleichnamigen See liegt. Eine freundliche junge Frau begrüßte uns,- und teilte uns mit das wir uns einen Platz aussuchen konnten. Unten am See befand sich noch ein freier Platz. Den nahmen wir. Ein sehr steiler Weg führte hinunter an den See Stora Le. Als wir unten waren, stellten wir „Kraja“ auf ihren Platz.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit einem Besuch in Strømsfoss. Ein kleines Dorf am Haldenkanal. Der Haldenkanal ist das älteste der beiden Kanalsysteme in Norwegen. Der Kanal wurde zwischen 1852–1860 gebaut. Wir schauten uns die alte Schleuse in Strømsfoss an. Direkt nebenan befand sich das Møllerens Hus. Ein Haus, wie ein eigener kleiner Trödelmarkt. Vollgestopft von oben bis unten mit allem was man braucht,- oder auch nicht. inkl. Weihnachtsartikeln. Ein kleines Café gehört auch dazu.

 

Die Sonne hatte uns in der Zwischenzeit verlassen. Für weiter Ausflüge hatten wir heute keine Lust mehr,- und so fuhren wir wieder zurück zum Stellplatz. An diesem Abend saßen wir noch sehr lange vor dem Wohnwagen,- direkt am Wasser. Es gab so viel zu sehen. Morgen wollten wir nach Halden fahren und dort die große Festung besuchen.

Tag 10


Strahlender Sonnenschein begrüßte uns an diesem Morgen. Wir frühstückten draußen. So schmeckte der Kaffee noch mal so gut. Bereits um 10:00 Uhr hatten wir eine Außentemperatur von 25° C. Nach dem Frühstück versorgte ich „Kraja“. (Abwassertank leeren, Frischwassertank füllen)

 

Anschließend starteten wir das Auto und machten uns auf den Weg nach Halden. Leider war die pure Sonne an diesem Tag nur morgens zu sehen. Zunehmend zog sich der Himmel zu. In direktem Weg fuhren wir zur Festung Fredriksten. Ein mächtiges Bauwerk. Fredriksten ist die größte, wichtigste,- und ruhmreichste Grenzfestung Norwegens.

Der Baubeginn war 1661. Drei aufeinander folgende Angriffe der Schweden auf Halden im Zeitraum 1658 bis 1660 überzeugten den König Frederik III von der Notwendigkeit einer modernen und starken Grenzfestung. 60.000 qm Fläche,- 20.000 qm Festungsmauern,- 40 Gebäude und Gewölbe,- 3 Außenforts,- sprechen für sich. Wir hielten uns fast den ganzen Tag in der Anlage auf. Leider begleiteten uns immer wieder Regenschauern.

Direkt an der Burganlage befindet sich auch ein Campingplatz. Wer nur Halden und die Burg besuchen möchte, sicherlich eine gute Wahl. (Wir haben ihn nicht näher angesehen)

Am Nachmittag fuhren wir noch in den nahen Gasthafen hinunter in die Stadt. Wir setzten uns in ein Restaurant und aßen Fish and Chips. Erst gegen Abend kehrten wir zurück zum Wohnwagen. Leider hörten die Regenschauer nicht auf.

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