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... Reisen mit dem Wohnwagen

2015 - Reise zum schwedischen Polarkreis

Tag 11

Nach dem Frühstück starteten wir eine ausgiebige Besichtigungstour. Als erste besuchten wir die nahe gelegene Lappstaden (Samenstadt). Sie ist mitten im Stadtzentrum gelegen. Zu sehen ist eine Siedlung aus ca. 30 gut erhaltenen Holzhäusern und 50 Lagerschuppen aus dem 17. Jahrhundert. Hier wohnten die Samen, um ihrer Kirchenpflicht nachzukommen. Diese verlangte, jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Gottesdiensten zu besuchen. Einmal jährlich, am letzten Augustwochenende, werden die Gebäude auch heute noch genutzt, wenn hier der Große Versammlungstag abgehalten wird.

Als nächstes besuchten wir die Svenska Kyrkan. Sie wurde von 1900 bis 1902 gebaut und 1903 geweiht. Sie ist von innen relativ schlicht gehalten, hat aber ein wunderschönes Altarbild.


Wir fuhren weiter zu einem besonderen Besuch. Auf der Messe „Reise + Camping“ in Essen hatten wir vor ein paar Jahren Uta Fransson kennengelernt. Sie bot ihre selbstgemachten Produkte an (Arctic Glas). Wir versprachen damals sie in ihrer Heimat zu besuchen,- und das wollten wir nun erledigen. Unweit der E45 hat sie ihre Werkstatt mit den Verkaufsräumen. Es gab viel zu sehen,- und natürlich haben wir auch etwas gekauft.

Als nächstes besuchten wir Anna-Lisas Souvenirbutik. Ein Sammelsurium von verschiedensten Dingen. Vieles selbstgemachte wandelt teilweise hinüber ins kitschige.

 

 

Weiter ging die Tour zum Aussichtsberg Lillberget. Er war zwar nicht ganz einfach zu finden, belohnte dafür aber mit einem herrlichen Blick auf Arvidsjaur.

Auf der Rückfahrt zum Campingplatz kamen wir an einem Schlachthof vorbei. Wie auch schon in Jokkmokk, bot auch dieser einen kleinen Werksverkauf an. Das nutzten wir natürlich aus. Frisches Rentiergehacktes und Schinken wechselte seinen Besitzer.

Der Nachthimmel um ca. 01:45 Uhr.

Tag 12

In der Nacht war es sehr warm gewesen. Morgens früh wurde uns bereits eine Außentemperatur von 18° C angezeigt. Tagsüber sollten es 29° C werden. Um 10:35 Uhr verließen wir den Camping Gielas. Unsere Reise führte uns weiter Richtung Süden. Mich plagten Zahnschmerzen. Kurz vor Hoting ging es aber nicht mehr. Ich hielt auf einer dieser Parkbuchten an, verschwand im Wohnwagen um mir eine Tablette zu besorgen,- und   wurde wieder draußen mit den Worten begrüßt: „Du musst jetzt ganz stark sein.“

Was war passiert? Nun, ich hatte hinten rechts am Volvo einen Plattfuß. Schöner Mist. Meine Zahnschmerzen waren schlagartig verschwunden. Der Kofferraum musste leergeräumt werden um an das ganz unten liegende Reparaturpaket für Reifen zu gelangen. Gott sei Dank funktionierte alles. Nach einer Weile konnten wir die Reise weiterführen. Allerdings wollte ich nur zum nächst gelegenen Campingplatz, um dort den Reifen reparieren zu lassen, bez. einen neuen montieren zu lassen.

 

Und somit wurde Hoting Camping unser nächstes Ziel. Der Platz liegt direkt an der E45 am See Hotingsjön. Am Platz angekommen versuchte ich als erstes einen Reifenhändler ausfindig zu machen. Vergeblich. Am nächsten Morgen sollte die Suche weiter gehen. Für heute wollten wir den Tag ruhig beenden.

Tag 13

Am Abend zuvor hatten wir verschiedenste Prospekte durchgewühlt. Ich versuchte irgendwo den Begriff „Däcktjänster” für Reifenservice zu finden. Das einzige was gefunden wurde war ein Boschdienst im nahen Dorotea.

 

Nach dem Frühstück machten wir uns genau dorthin auf den Weg. Die Hoffnung war groß, dass uns dort geholfen wurde. Mit dem Sprachführer bewaffnet, machten wir uns auf den Weg. Ich erklärte mein Problem,- und eher ich mich versah konnte ich auch schon in eine Halle fahren in der Reifen repariert wurden. Der Übeltäter, ein kleiner Stein spitz wie eine Pfeilspitze, wurde entfernt,- und der Reifen repariert. Sicherheitshalber erwähnte ich noch, dass ich ca. 2000 Kilometer im Gespannbetrieb noch zu bewältigen habe. Ich wurde aber beruhigt. Und so verließ ich zufrieden die Werkstatt.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz besuchten wir noch das Husvagnsmuséet (Wohnwagenmuseum) in Dorotea. Es handelt sich dabei um ein kleines Museum speziell alte Polar-Wohnwagen und deren Geschichte zeigt.

Unweit vom Museum befindet sich Kullerbacken, ein Heimatmuseum das aus vielen alten Häusern besteht.  Das älteste stammt aus dem Jahr 1714. Nachdem wir noch im Museum eigenem Café leckere Waffeln zu uns genommen hatten fuhren wir aber nun endgültig zurück zum Wohnwagen. Es war sehr warm draußen. Das Thermometer zeigte eine Temperatur von 29° C an.

Tag 14

In der Nacht war es mit 19° C immer noch sehr warm gewesen. Zumindest für schwedische Verhältnisse. Um 9:45 Uhr verließen wir den Hoting Camping. Unterwegs wurde es sehr heiß draußen. 30° C wurden gemessen. Eigentlich wollte ich den Camping Ytterhogdal anfahren, verpasste  aber die Einfahrt. So wurde Svegs Camping das nächste Ziel. Die Einfahrt ist nicht sofort als solche für einen Campingplatz zu erkennen. Von der Straße fährt man zunächst über einen Parkplatz für ein kleines Einkaufscentrum. Unter hinter den Gebäuden ist dann die eigentliche Einfahrt für den Campingplatz zu erkennen. Der Platz war ziemlich voll. Wir passten auf unseren zugewiesenen Platz kaum drauf. Aber für eine Nacht sollte es gehen.

Tag 15

Bei herrlichem Sonnenschein hängte ich heute Morgen „Kraja“ um 9:40 Uhr an ihren Haken.


Wir wollten heute nicht soweit. Mora am Siljansee war unser Ziel. Genauer, der Campingplatz Åmåsängs Gården. Der Platz liegt im Bezirk Dalarna (hier kommen die berühmten Holzpferde her) in unmittelbarer Nähe vom Siljansee. Ein schöner Campingplatz. Auf dem Weg zum Campingplatz fiel uns ein großer Marknad (Markt/Trödelmarkt) auf. Den wollten wir noch besuchen. Nachdem „Kraja“ versorgt war, machten wir uns auf den Weg dorthin. Bei diesem warmen,- und  wunderschönem Wetter ein schönes Erlebnis, zudem der Markt direkt am See aufgebaut war.


Heute ist der

Nimm dir Zeit zu träumen -
sie bewegt dein Gefährt zu einem Stern.

Nimm dir Zeit, dich umzusehen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zu lachen -
das ist die Musik der Seele.

(Irischer Segenswunsch)

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