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... Reisen mit dem Wohnwagen

2016 - Oberstdorf im Winter

Wir wollten schon lange mal wieder in den Winter fahren. Und kurz vor Weihnachten 2015 machten unsere Nachbarn den Vorschlag,- von Oberstdorf im Januar. "Da müsste dann doch eigentlich Schnee liegen" so die Aussage. Denn bisher war der Winter 2015 sehr mild gewesen. Aber das sollte sich ändern.

Und so beschlossen wir Mitte Januar 2016 für eine Woche in den Winter zu fahren.

Tag 1



Um 10:00 Uhr hängten wir "Kraja" an ihren Haken und fuhren in Richtung Süden. Für den heutigen Tag war der Knaus Campingpark Frickenhausen bei Würzburg unsere Ziel. Der Platz liegt direkt am Main. Es waren nur wenige Camper unterwegs,- und so bot man uns an, angespannt zu bleiben. Das nahmen wir gerne an, zumal die Plätze ziemlich gerade waren. Das Platz eigene Restaurant war offen,- und so blieb unsere Küche kalt.

Tag 2

Wir hatten am Vortag mit dem Platzwart eine Abreise um 9:30 Uhr vereinbart. So konnten wir ausschlafen,- und in Ruhe frühstücken.

 


Als wir nach draußen schauten schneite es bereits. Auf der Straße konnten wir die ersten Streufahrzeuge erkennen. Unser erster Schnee in diesem Urlaub! Um 9:45 Uhr war es dann soweit, wir verließen den Campingplatz und fuhren langsam in Richtung Autobahn. Aber es war noch längst nicht überall gestreut.

 

 

Selbst die Autobahn war nur in Abschnitten gestreut und geräumt. Teilweise hatten wir eine geschlossene Schneedecke. Und dann gab es auch Abschnitte die nur einseitig geräumt waren. Zusätzlich fing es zwischendurch immer wieder an heftig zu schneien.

 

Je weiter wir Richtung Oberstdorf kamen, um so verschneiter wurde die Landschaft. Und so erreichten wir um ca. 14:00 Uhr Oberstdorf,- und kurze Zeit später den Camping Oberstdorf.

Nach kurzem einchecken, erhielten wir unseren Platz direkt neben unseren Nachbarn. Abends kehrten wir noch alle in die gemütliche Campingklause ein. Wir erfuhren, dass noch wenige Tage zuvor alles grün in der Landschaft war. Von Winter keine Spur. Und jetzt hatten wir den herrlichsten Winter draußen. Nur noch ein wenig schneite es draußen an diesem Abend.

In der Nacht wurde es ein bisschen kälter draußen. Das Thermometer zeigte uns einen Wert von minus 17 °C an.

Tag 3

 

Am nächsten Morgen begrüßte uns ein herrlich sonniger Tag. Wir beschlossen mit dem Bus zur Nebelhornbahnstation zu fahren. Dort wollten wir mit der Gondel bis ganz nach oben fahren. Immerhin bis auf 2224 Meter.

Über vier Stationen geht es bis ganz nach oben. Es bot uns eine herrliche Landschaft,- und ganz oben ein grandioser Ausblick. Bis hinüber zur Zugspitze konnten wir sehen.

 

 

Wir alle genossen die Natur in vollen Zügen. In dem urigen kleinen Restaurant (Stand Januar 2016) ließen wir uns von leckerem Kuchen,- und heißem Kaffee verwöhnen.

Erst am späten Nachmittag erreichten wir wieder den Campingplatz.

Tag 4

 

 

Letzte Nacht war es nicht mehr so kalt gewesen. Gerade mal minus 9 °C zeigte das Thermometer. Leichter Nebel lag über den Bergen. Wir waren froh, dass wir gestern das Nebelhorn besucht hatten. Heute hätten wir wohl nicht so ein Glück gehabt mit der Weitsicht.

 

 

Wir wollten an diesem Tag ein wenig laufen und besuchten als erstes den Illerursprung,- so die Bezeichnung für den Ursprung der Iller im Allgäu.

Weiter ging unsere kleine Schneewanderung,- inmitten herrlicher Landschaft. Wenn auch nicht so sonnig wie am Tag zuvor.

Ab und zu begleitete uns leichter Schneefall.

 

Als wir am späten Nachmittag wieder am Platz waren,- holten wir den Grill hervor. Und während dem Abendessen fing es dann wieder heftiger an zu schneien. Und es sollte die ganze Nacht nicht mehr aufhören.

Tag 5

Am Morgen schneite es immer noch. Minus 1 °C zeigte das Thermometer. Zusätzlich war es noch ein wenig nebelig. Nach dem Frühstück musste erst einmal der Stellplatz geräumt werden. Aber so etwas macht ja Spaß im Urlaub. Und eine Belohnung gab es ja anschließend auch noch.

Langsam wurde das Wetter besser,- und ab und zu kam sogar die Sonne hervor. So fuhren wir mit dem Bus zur Breitachklamm. Das einzigartige Naturdenkmal ist die tiefste und eine der imposantesten Felsenschluchten Mitteleuropas.
Nur einen kurzen Fußmarsch entfernt von der Zahlstation in Tiefenbach, begann die eigentliche Klamm. Beeindruckende Winterbilder einer wilden Schlucht bekamen wir zu sehen. Wir wanderten den gesamten Weg durch die Klamm.

Am Ende des Weges befand sich das Gasthaus Walserschanze (leider geschlossen / Stand Jan. 2016) direkt an der deutsch/österreichischen Grenze. Von dort aus fuhren wir wieder mit dem Bus zurück nach Oberstdorf.

 

 

Wir wollten noch unbedingt der Oberstdorfer Dampfbier Brauerei einen Besuch abstatten.

Als wir abends wieder am Wohnwagen waren versank die Sonne langsam hinter den Bergen. Ein schöner Tag neigte sich dem Ende.

Tag 6

Der nächste Morgen begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein. Nur minus 2 °C war es in der Nacht gewesen.

Nach dem Frühstück führen wir mit dem Bus nach Schöllang. Bei herrlichem Wetter wanderten wir bis nach AU,- und anschließend nach Fischen.

 

 

In Fischen kehrten wir in die Metzgerei Schmid ein. Dort gab es preiswertes und gutes Mittagessen.

Anschließend fuhren wir wieder mit dem Bus zurück nach Oberstdorf. Wir wollten noch zur Sprungschanze. Von innen haben wir sie aber nicht besichtigt.

An diesem Abend besuchten wir ein weiteres Mal die gemütliche Campingklause auf dem Campingplatz. Es sollte ein besonderer Abend werden, der erst in später Nacht endete. Wintergäste aus den Niederlanden saßen neben uns am Tisch. Es dauert nicht lange,- und es entstand eine lustige,- und gesellige Runde.

Tag 7

In der Nacht war es wieder ein wenig kälter gewesen, als die Tage zuvor. Minus 10 °C zeigte das Thermometer an. An unserem letzten Tag in Oberstdorf, für diesen Urlaub, begrüßte uns herrlicher Sonnenschein,- und der Himmel strahlte in einem wunderschönen Blau.

Nachdem dem Frühstück wanderten wir zum Café Jägerstand. Das Wetter war den ganzen Tag einfach nur Traumhaft. Und so genossen wir den Winter mit allen Sinnen.

 

 

Am Abend wurde es langsam wieder kälter. Auf minus 6 °C pendelte sich das Thermometer ein. Uns bekam ein leichter Hunger,- und so wurde kurzer Hand der Grill wieder aufgebaut.

Zum Abschluss unseres gemeinsamen Urlaubs machten wir es uns noch alle im Wohnwagen gemütlich. Morgen sollte die Reise für uns wieder nach Hause gehen. Unsere Nachbarn hatten noch eine Woche mehr Urlaub. Sie wollten aber ebenfalls Oberstdorf verlassen und die Reise fortsetzen.

Tag 8

Heute Morgen war es gerade mal 0 °C. Hinzu kam ab und zu leichter Schneeregen. Ich hoffte das die Straßen frei sind,- und sich kein Glatteis bilden würde.

 

Nach dem Frühstück machten wir uns fertig. Das Auto musste erst ein Mal aus dem Winterschlaf geholt werden. Wir hatten den Wagen die ganze Woche nicht benötigt. Ich startete die Standheizung. In der Zwischenzeit bereitete ich alles für die Abreise vor. Als ich fertig war, war der Wagen frei von Schnee und Eis. Er zündete sofort. Nachdem "Kraja" an ihren Haken gehängt war, verabschiedeten wir uns von unseren lieben Nachbarn. Wir hatten zusammen eine herrliche Woche.

Entgegen meinen Befürchtungen waren alle Straßen frei. Nur das Wetter war nicht mehr so schön. Ständig wechselte es zwischen Nebel und Sprühregen.
Der Camping Main Spessart-Park in Triefenstein/Lengfurt war unser heutiges Ziel. Um 15:45 Uhr erreichten wir den Platz. Wir konnten uns vor der Schranke auf einen Transitplatz stellen.

Am Abend besuchten wir noch das Restaurant auf dem Campingplatz.

Tag 9

Heute Morgen fuhren wir nun endgültig nach Hause. Leider hatte sich an dem Wetter von gestern nichts geändert.
Um 10:15 Uhr verließen wir den Campingplatz,- und erreichten unseren Heimatplatz ohne Zwischenfälle um 15:30 Uhr.

Es war ein wunderbarer Winterurlaub. Mit viel Schnee und kalten Temperaturen. So haben wir es gerne. Kaum waren wir wieder in den Alltag eingetaucht, wurde der Winter hierzulande auch wieder milder. Wir hatten für unsere Reise genau den richtigen Zeitpunkt erwischt.

ENDE


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