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... Reisen mit dem Wohnwagen

2017 - Eine kleine Tour zur Nordseeküste im Frühjahr

Diese Tour war schon länger als Plan in meinem Kopf. Ich wollte mal wieder die deutsche Nordseeküste besuchen. Vornehmlich Orte und Plätze, an denen ich schon sehr lange nicht mehr gewesen bin. Mindestens 25 Jahre nicht mehr. Eine Woche in der Vorsaison erschien mir geeignet dafür, zumal vorwiegend gutes Wetter vorhergesagt wurde.

  

Tag 1

Wie immer bei einer Abfahrt, so klingelte der Wecker heute morgen früh. Um 9:00 Uhr hing "Kraja" an ihrem Haken. Das Wetter war herrlich,- und die Fahrt verlief ohne Probleme.

 

Um 13:15 Uhr erreichte ich mein erstes Ziel für diese Reise, den Campingplatz Neuharlingersiel. Es war noch Mittagsruhe, aber ich konnte mir schon einen Platz aussuchen und einchecken. Um 14:30 Uhr öffnete sich die Schranke,- und kurze Zeit später stand ich auf meinem Platz. Für heute wollte ich nicht mehr viel unternehmen. Die Sonne strahlte zwar von einem blauen Himmel, aber es war kalt. Und so schlenderte ich, warm eingepackt, noch ein wenig über den Platz. Morgen wollte ich zum Hafen.

Tag 2

 

Die Nacht war eine Stunde kürzer. Die Sommerzeit hatte begonnen. Heute morgen war der Himmel bedeckt. Und dazu wehte ein recht frischer Wind. Ich machte mich zu Fuß auf Richtung Hafen. Ein Shanty-Chor gab ein Konzert direkt am Hafen. Wunderbar!

Ich schlenderte durch den Hafen und den Ort, bevor ich zurück zum Wohnwagen ging. Mit dem Auto fuhr ich zuerst nach Bensersiel. Hier wird aber nicht annähernd der Flair von Neuharlingersiel erreicht. Nach einer kurzen Runde durch den Hafen, fuhr ich weiter nach Carolinensiel. Hier sah es schon ganz anders aus. Von früher hatte ich noch Erinnerungen. Ich besuchte den Hafen mit seinen vielen Segelbooten,- und ging vorbei an einigen Geschäften, die auch an einem Sonntag geöffnet hatten. Erst am späten Nachmittag erreichte ich wieder den Campingplatz in Neuharlingersiel. In der Zwischenzeit war auch die Sonne wieder erschienen. Aber der kalte Wind war immer noch vorhanden. Laut Wetterbericht sollte es  morgen wärmer werden.

Tag 3

Als ich heute morgen aufstand, war der ganze Campingplatz in dichten Nebel gehüllt. In der Ferne hörte ich eine Nebeltonne. Immer wieder war ihr Signal zu hören,- kurz, lang, kurz, kurz.

Ich war bereits aufgestanden, viele Nachbarn aber noch nicht, als der wohl merkwürdigste Touristenwecker, den ich bisher gesehen hatte, über den Platz sich seine Ziele suchte. Unter lautem Getöse walzte eine kleine Dampfwalze über jede freie Rasenfläche, um die zahlreichen Maulwurfshügel platt zu walzen. Nach kurzer Zeit waren dann auch alle wach.
Der Nebel lichtete sich schnell und die Sonne strahlte von einem blauem Himmel. Kaum ein Lüften war zu spüren. Nach dem Frühstück machte ich mich nochmals auf den Weg zum Hafen von Neuharlingersiel.

Ich hatte Glück, und konnte zusehen, wie ein Krabbenkutter einlief, seine Ladung löschte und anschließend in dem kleinen Hafen anlegte. Noch eine ganze Weile schlenderte ich durch den Ort, bevor ich zurück zum Platz ging. Für den Rest des Tages war faulenzen angesagt. Der Wind hatte in der Zwischenzeit etwas zugenommen. Ich suchte mir ein windstilles Plätzchen hinterm Wohnwagen. Herrlich diese Frühlingssonne. Morgen wollte ich weiter. Der Camping "Am Bäderring" bei Cuxhaven war mein nächstes Ziel.

Tag 4

Erneut lag leichter Nebel heute Morgen über dem Platz. Nach dem Frühstück machte ich mich fertig für mein nächstes Ziel.

Die Sonne hatte in der Zwischenzeit die Oberhand. Um 10:30 Uhr verließ ich den Campingplatz Neuharlingersiel. Und um 13:20 Uhr erreichte ich mein nächstes Ziel den Camping "Am Bäderring" in Cuxhaven Duhnen. Wie schon so oft, so auch heute, erreichte ich den Platz genau in der Mittagspause. Bei dem herrlichen Wetter, kein Problem. Ich holte den Stuhl hervor und machte ebenfalls Mittagspause.

 


Um 15:00 konnte ich einchecken,- und um 15:30 Uhr stand ich auf meinem Platz. Ich machte mich noch auf den Weg nach Duhne. Ein Fischrestaurant lockte mich mit seiner Speisekarte. Und so kam ich erst am frühen Abend wieder zurück zum Campingplatz. Die restliche Abendsonne genoss ich vor dem Wohnwagen.

Tag 5

Laut Wetterbericht sollte heute der schlechteste Tag werden. Und so war es auch. Bereits in der Nacht fing es an zu regnen. Der beste Tag also für einen Museumsbesuch.

 

Ich machte mich auf auf den Weg nach Bremerhaven zum Deutschen Auswandererhaus. Um es vorweg zu nehmen, ein tolles Erlebnis, unbedingt einen Besuch wert. Hier wird die Geschichte von über sieben Millionen Menschen, die sich zwischen 1830 und 1974 über Bremerhaven in die neue Welt aufgemacht haben, erzählt,- und sehr eindrucksvoll dargestellt.

 

Am Ende des Rundganges können Besucher eine Familienrecherche durchführen. Und da der Bruder meines Großvaters in den 1930,- iger Jahren nach Amerika ausgewandert ist, begab ich mich auf die spannende Suche. Ich habe ihn gefunden. Ein spannendes Erlebnis! Ich habe mich sehr lange im Museum aufgehalten. Draußen regnete es derweilen ohne Unterlass weiter.

Trotz alledem machte ich noch einen kleinen Sparziergang entlang der Pier, bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte. Am Campingplatz angekommen, hörte es kurzzeitig auf zu regnen, bevor es am Abend wieder anfing. Morgen soll aber alles besser sein, versprach der Wetterbericht.

Tag 6

Am frühen Morgen fiel noch leichter Regen. Aber bereits beim Frühstück wurde es zunehmend trockener.

Der Himmel wurde heller,- und ich machte mich auf nach Otterndorf. Der erste Weg führte mich zur Unterelbe. Ich lief ein wenig am Ufer entlang und beobachtete die vielen Schiffe, die ohne Unterlass Elbauf und Elbab sich ihren Weg suchten.

 


Nach einiger Zeit machte ich mich auf den Weg in die Altstadt von Otterndorf. So richtig gefallen hat sie mir nicht. Viele Geschäfte standen leer. Die alten Häuser dagegen sind wunderschön an zu sehen.

 

Am frühen Nachmittag machte ich mich wieder auf den Heimweg. Das Auto stellte ich am Campingplatz ab,- und machte mich zu Fuß auf nach Duhnen. Ich schlenderte durch den Ort ohne festes Ziel. Das Wetter war herrlich,- und die Luft sehr warm für Ende März. Die letzten Stunden des Tages genoß ich dann aber vor dem Wohnwagen. Morgen sollte es noch wärmer werden. Ich wollte zu Fuß zur ''Alten Liebe''

Tag 7

Ein schöner blauer Himmel war bereits heute morgen durch die Dachlucke zu sehen. Einfach herrlich. Nach dem Frühstück machte ich mich auf zu Fuß zur ''Alten Liebe''.

 

Immer entlang dem Wasser, erreicht man das berühmte Podest nach ca. 6 Kilometer Entfernung vom Campingplatz. Große und kleine Schiffe fahren die Elbe rauf, bzw. runter,- und begleiten mich den ganzen Weg.

Die ''Alte Liebe'' ist tatsächlich alt. Sie wurde 1733 gebaut und war ursprünglich als Schiffsanleger und Wellenbrecher gedacht. Eigendlich wollte ich mich noch ein wenig weiter umsehen, doch machte mir leider mein linker Fuß einen Strich durch die Rechnung. Und so machte ich mich am Nachmittag per Bus wieder auf den Weg zurück zum Campingplatz.

Dort verbrachte ich dann den Rest des Tages in der herrlichen Sonne, mit hochgelegtem Fuß. Morgen ist mein Aufenthalt an der Küste schon wieder vorbei. Für einen Zwischenstop will ich noch den Campingplatz Münster,- in Münster anfahren.

Tag 8

Der letzte Morgen an der Küste war angebrochen. In der letzten Nacht hatte es noch ab und zu ein wenig geschauert. Heute Morgen war aber wieder alles gut. Nach dem Frühstück machte ich mich Reisefertig. Um 10:30 Uhr hing "Kraja" an ihrem Haken. Für größere Gespanne kann es schon mal eng werden auf dem Campingplatz ''Am Bäderring''. So auch bei mir. Dadurch das die vorderen Stellplätze belegt waren, konnte ich keinen großen Bogen, in Richtung Ausfahrt, fahren. Also abhängen und per Mover um die Kurve. Dann aber ging es los.


Die Fahrt verlief ohne Probleme. Ich erreichte den Campingplatz Münster um 14:40 Uhr. Der Platz selbst hatte noch Mittagspause bis um 15:00 Uhr, die Rezeption hatte aber geöffnet. Ich konnte mir meinen Stellplatz aussuchen. Um 15:30 Uhr stand "Kraja" auf ihrem Platz. Das Wetter war herrlich. Es war sehr warm draußen. Der Platz hat ein eigenes Restaurant, somit blieb die Bordküche kalt, wie an so vielen Tagen in dieser Woche.

Morgen früh geht es dann endgültig wieder nach Hause. Eine Woche Urlaub kann so schnell vergehen.

ENDE


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(Irischer Segenswunsch)

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