Menü
... Reisen mit dem Wohnwagen

Die Vorzelt-Schleuse

Die Sache mit der Schleuse

Es ist schon eine praktische Sache, so eine Schleuse an dem Vorzelt.
Vor allem für Camper, die zwar einen Dauerstellplatz haben, aber auch gerne unterwegs sind. 
Denn, eines ist klar,- so ein Vorzelt erweitert den Wohnbereich auf dem Heimatplatz erheblich.
Und da wir immer mal wieder gefragt werden, wie das denn nun funktioniert mit so einer Schleuse, versuchen wir es hier einmal zu erklären.

Update: Mai 2018

Hinweis, um Missverständnissen vor zu beugen!

Ich produziere so etwas nicht. Ich bin auch kein Hersteller. Ich habe mir solch eine Schleuse bei meinem Zelthersteller auf Maß anfertigen lassen. Jeder Zelthersteller, der Zelte nach Maß fertigt, bietet so etwas an.

 

Das Vorzelt ist etwas kürzer als der Wohnwagen. Fenster und Tür(en) werden bei den Dauerstandzelten auf Kundenwunsch angebracht. Unsere Eingangstür befindet sich auf der linken Seite. An dieser Stelle hat das Dach einen Überstand von 50cm.

 

 

 

Der Wohnwagen steht mit einem Abstand von ca. 10cm parallel zum Vorzelt. Der genaue Abstand richtet sich nach der Dicke der Andrückpolster. Diese können je nach Hersteller natürlich anders beschaffen sein. (prinzipiell jedes Maß möglich) 
Im Bild ist die Ansicht von außen vorbei am seitlichen Heckfenster zu sehen.

 

 

 

Von innen sieht man (bei uns), außer die Eingangstür, nicht viel vom Wohnwagen. Wir haben den Türausschnitt breiter gewählt. Das haben wir bewusst so entschieden. Wir haben bei einigen Besichtigungen der Nachbarzelte festgestellt, dass oftmals nur die reine Türbreite als Ausschnitt gewählt wurde. Das hat allerdings zur Folge, dass die Eingangstür zum Wohnwagen nicht vollständig geöffnet werden kann. Es beengt den Durchgang ein wenig.

 

 

Im oberen Teil der Bilder ist die aufgerollte Rückwand des Vorzeltes zu erkennen. Links und rechts sieht man die beiden Andrückpolster. Sie bilden den Wind,- und Wasserdichten Abschluss zur linken und rechten Seite.

 

 

Nach unten erfolgt der Abschluss mit Hilfe einer Abschlußplane, ähnlich wie sie von einem normalen Vorzelt her bekannt ist. Sie besteht aus genau dem gleichen PVC-Material wie das gesamte Vorzelt und ist eine Maßanfertigung, die genau in unseren Ausschnitt passt.
Zu erkennen ist, dass das Andrückpolster bis nach unten in die Abschlußplane reicht.

 

Und nach oben sorgt die Schleuse für einen dichten Abschluss. Sie ist ebenfalls aus dem gleichen PVC-Material hergestellt wie das Vorzelt. Auf der einen langen Seite der Schleuse befindet sich ein Kedereinzug, genau wie bei einem Vorzelt. Auf der gegenüberliegenden langen Seite befindet sich ein Reißverschluss. Mit diesem Reißverschluss wird das Vorzelt verbunden.
Auf dem Bild ist schön zu erkennen, dass die Schleuse im angebautem Zustand eine große "Lose" mit sich bringt. Sie ist also um einiges breiter als die ca. 10cm Abstand von Wohnwagen und Vorzelt. Das muss auch so sein. Die Schleuse sollte niemals zu eng gewählt werden. Der Zelthersteller macht das aber automatisch richtig.
Auch hier ist zu erkennen, dass das Andrückpolster bis nach oben an die Schleuse reicht.

Die Abfahrt

 

 

 

Um die Verbindung oben zwischen Wohnwagen und Vorzelt zu entfernen muss man nach draußen. Auf dem Bild ist die Schleuse in der Außenansicht zu sehen. Der Reißverschluss befindet sich links unterhalb der am Vorzelt angebrachten Lasche.

 

 

 

An dem Reißverschluss wird nun eine lange Leine angebunden. Das lange Ende der Leine wird auf die gegenüberliegende Seite geworfen.

 

Nun kann auf der anderen Seite an der Leine vorsichtig gezogen werden, um den Reißverschluss der Länge nach zu öffnen. Sicherheitshalber sollte die Wohnwagen-Eingangstür geschlossen sein. Es passiert oft, dass sich Regenwasser (im Winter Schnee) in den Falten der Schleuse sammelt. Dieses läuft dann beim öffnen heraus und sollte nicht die offene Eingangstür treffen.

 

 

 

 

Hier ist zu erkennen, dass sich die Schleuse nun nur noch in der Kederleiste befindet.

 

 

 

Sie kann nun, wie ein Vorzelt, aus der Kederleiste gezogen werden.

 

 

 

Nun stehen Wohnwagen und Vorzelt getrennt von einander. Der Wohnwagen kann nun vorsichtig heraus gefahren werden. Das sollte langsam und mit Bedacht erfolgen, egal bei welchem Wetter! Der Abstand von Wohnwagen und Vorzelt beträgt max. 10cm. Und ein kleiner unbedachter Schlenker vorne, kann hinten die Kollision mit dem Vorzelt bedeuten.

 

 

 

 

Der Wohnwagen hat seinen Stellplatz verlassen.

 

 

 

Und hier ist Rückwand vollständig geschlossen.
Die Reise kann beginnen.

Die Ankunft

Bei Ankunft fahren wir den Wohnwagen rückwärts bis an das Vorzelt heran. Als erstes wird der Ausschnitt der Rückwand geöffnet und aufgerollt. Anschließend wird der Wohnwagen langsam, parallel zum Vorzelt geschoben, oder gefahren. Die einzige Schwierigkeit ist eigentlich nur, den Wohnwagen genau parallel und im richtigen Abstand zum Vorzelt ab zu stellen. Hierbei ist im Besonderen auf den geringen Abstand von ca. 10cm zu achten. Auch wenn das Wetter bei der Ankunft, bzw. bei der Abfahrt alles andere als gemütlich ist, lasse dir Zeit! Zu schnell ist ein, durch Hektik verursachter, Schaden entstanden. Alle die einen Mover ihr Eigen nennen haben es ein wenig einfacher. Einfach, weil der Wohnwagen viel leichter an seinen Platz gebracht werden kann, als von Hand. Für die Niveauausrichtung der Querachse haben wir auf unserem Stellplatz Betonplatten. Somit steht der Wohnwagen bei der Ankunft zumindest in Querrichtung in der Waage. Das erleichtert auch die Annäherung an das Vorzelt erheblich.

 

Steht der Wohnwagen an seiner vermeintlich richtigen Stelle, muss er auch in Längsrichtung ausgerichtet werden. Anschließend müssen alle in der Zeltwand eingebrachten Durchlässe auf ihre Funktion hin überprüft werden. Bei uns z.B. befindet sich die Toilettenklappe auf der Vorzeltseite. Und damit wir zu jeder Zeit an den Schmutztank können, hat unser Vorzelt an einer Stelle eine kleine Öffnungsmöglichkeit im Zelt.

Erst wenn alles überprüft worden ist,- und der Wohnwagen in der Waage steht, kann damit begonnen werden, die Stütze herunter zu drehen.
Anschließend waschen wir den Bereich der Eingangstür mit warmen Wasser und flüssiger Schmierseife sauber ab. Insbesondere der Bereich an denen sich die Andrückpolster befinden, sollte keinen Schmutz mehr aufweisen. Der Lack wird ansonsten unnütz in Mitleidenschaft gezogen.

Und nun wird in umgekehrter Reihenfolge wie bei der Abfahrt gearbeitet. Als erstes wird die Schleuse in die Kederleiste am Wohnwagen eingezogen. Anschließend wird mit dem Reißverschluss die Verbindung zum Vorzelt hergestellt. Nun sind weitgehend alle "Außenarbeiten" abgeschlossen. Von innen werden die Andrückpolster und die untere Abschlußplane angebracht.
Nun sind Wohnwagen und das Vorzelt wieder eine Einheit.

Update:
Der neue Wohnwagen steht nun unter einem Carport,- und hat solch eine Schleuse nicht mehr.
Die hier dargestellte Verbindung (Schleuse) hat Jahrelang ohne Probleme funktioniert. Nicht vergessen sollte man die intensive Pflege vom Reißverschluss. Er dankt es mit einwandfreier Arbeit auch im Winter.

Den Aufbau des Vorzeltes findest du hier.

 

Du hast spez. Fragen dazu? 

Schreibe mir. Ich antworte gerne.



Heute ist der

Gästebuch

Trage dich in mein Gästebuch ein,- ich freue mich.

Ein paar schöne Momente

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Mehr...

Über mich

 

Nimm dir Zeit zu träumen -
sie bewegt dein Gefährt zu einem Stern.

Nimm dir Zeit, dich umzusehen -
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zu lachen -
das ist die Musik der Seele.

(Irischer Segenswunsch)

Suchen im Ruhrgebiet mit RUHRLINK